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EBS News: --- Mittwoch, 27.09.2017 Schulpflegschaft um 19 Uhr in Raum 201---

Suchtprävention

“Kinder stark machen”

Ziel und leitendes Motiv der suchtvorbeugenden Arbeit an der Ernst-Barlach-Schule ist das Motto “Kinder stark machen”.
Die Beratungslehrerinnen für schulische Suchtvorbeugung fühlen sich in ihrer Arbeit neueren Konzepten verpflichtet, wonach die Präventionsziele

  • Abstinenz im Bereich illegaler Drogen
  • größtmögliche Abstinenz gegenüber Nikotinselbstkontrollierter, verantwortlicher Umgang mit alkoholischen Getränken
  • bestimmungsgemäßer Gebrauch von Arzneimitteln

nicht allein durch die Aufklärung über die Wirkung von Drogen erreicht werden können, sondern vielmehr über die intensive Förderung der Persönlichkeit und über die Vermittlung sozialer Kompetenzen (siehe “Soziales Lernen in Jahrgangsstufe 5/6 als Unterrichtsinhalt”). Die Grundannahme heißt dabei: Je stärker die Persönlichkeit des jungen Menschen entwickelt und gefestigt ist, um so geringer ist die Gefahr, in stressreichen Situationen zu gesundheitsschädigenden Substanzen zu greifen.
In Projekten (z.B. “Stark gegen Angst”) in Teilen des Fachunterrichts (Biologie, Deutsch, Religion) und vor allen Dingen im Fach “Soziales Lernen” geht es deshalb darum,

  • das Selbstwertgefühl und das Selbstvertrauen der Schülerinnen und Schüler zu stärken
  • Beziehungs- und Konfliktlösefähigkeit zu trainieren
  • Widerstandsfähigkeit und Selbstbehauptung zu erhöhen.

Inhalte der drogenspezifischen Teile des Unterrichts sind:

  • die sachliche Information über die Wirkung von Drogen
  • Ursachen und Entwicklung von süchtigem Verhalten
  • alternative Verhaltensweisen zum Drogenkonsum
  • individuelle Handlungsstrategien gegen Gruppendruck.

“Dran bleiben”

“Dran” zu bleiben ist in dem Arbeitsfeld Suchtvorbeugung besonders wichtig. Dazu gehört z.B. die regelmäßige Information über neue Entwicklungen beim Missbrauch von Drogen (sowohl legaler als auch illegaler), die Auseinandersetzung mit neuesten Forschungsergebnissen über die Verhaltensweisen und Gefährdungen von Jugendlichen (z.B. von Hurrelmann) oder die Sichtung von aktuellem Material der Krankenkassen.
Durch die Teilnahme am Arbeitskreis Suchtvorbeugung im Kreis Herford findet ein Austausch mit anderen in diesem Bereich tätigen Personen statt. Alte und neue Konzepte werden vorgestellt und hinterfragt. Dasselbe gilt für die Herforder Sucht-Präventions-Tagungen und die Mitarbeit in der regelmäßig zusammentreffenden Stadtteilkonferenz Nordstadt. Bereiche des Konzepts werden in verschiedenen Schulgremien – aber auch z.B. im Lions-Club Herford, der in der Suchtprävention besonders aktiv ist – vorgestellt. Darüber hinaus machen die Beratungslehrerinnen auf aktuelle Aktionen und Veranstaltungen aufmerksam und haben z.B. die Umfrage des Stadtschulverbandes zum Suchtmittelkonsum in den 8. – 10. Klassen durchgeführt.
Nicht zuletzt bedeutet “dran bleiben” auch: die Entwicklung in diesem Bereich bei Jugendlichen unserer Schule aufmerksam zu beobachten, mit ihnen im Gespräch zu bleiben, unser Konzept in der Praxis zu überprüfen und gegebenenfalls zu verändern oder zu erweitern – und immer mal wieder präsent zu machen.

Aids-Seminar

Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen nehmen im Herbst eines jeden Jahres im Rahmen des Biologieunterrichtes an einem ganztägigen Aids-Seminar teil. Es wird von Mitarbeitern des Kreises Herford durchgeführt und findet in Räumlichkeiten außerhalb der Schule statt.

Beratungslehrertätigkeit

“Kein Land in Sicht?!” Auch bin Schülerinnen und Schülern gibt es Situationen, die ausweglos erscheinen. Schlechte Noten, Probleme in der Schule und/oder zu Hause, Einsamkeit, Essstörungen oder auch Außenseiterpositionen sind dafür nur einige Beispiele. Bei diesen oder anderen Problemen gibt es seit einigen Jahren die Möglichkeit, sich von einer dafür zusätzlich ausgebildeten Lehrerin beraten zu lassen.
In vertraulichen Gesprächen wird den Schülerinnen und Schülern Aufmerksamkeit und Zuwendung zuteil, Rat gegeben und bei Bedarf nach Absprache auch weitergehende Hilfe vermittelt. Auch bei sozialen Problemen im Schulbereich ist es z.B. oft möglich, diese mit Unterstützung direkt zu lösen. Außerdem werden hier Fragen – z.B. bei gesundheitlichen Problemen oder im Umgang mit Zigaretten oder Alkohol – geklärt und gegebenenfalls weitere Informationsbedürfnisse befriedigt.
Die Beratungslehrerin bildet sich regelmäßig fort, steht im Kontakt zu Beratungslehrern an anderen Schulen und zu den verschiedenen Jugend-Hilfeeinrichtungen. Auch Eltern und Kollegen/innen werden – allerdings nur in Absprache mit den Schülerinnen und Schülern – eventuell mit einbezogen.
Die Gespräche bieten Kindern und Jugendlichen “Entlastung” bei Problemen und den damit verbundenen emotionalen Stresssituationen. Darüber hinaus werden “Auswege” erarbeitet und damit konstruktive Problemlösungsstrategien entwickelt. In diesem Sinne ist die Beratung auch Teil des Konzepts der Suchtvorbeugung an der EBS.

Zusammenarbeit mit der Fachstelle für Suchtvorbeugung (bisher: DROBS)

Be smart don´t start

Seit Jahren nehmen mehrere Klassen an dem jährlichen Wettbewerb zur Förderung des „Nichtrauchens“ teil. www.besmart.info